Tagungsräume in ver.di

    Pablo Picasso

    Pablo Picasso

    Sitzungsräume in ver.di | Pablo Picasso | Art.iS – Kunst im Spreeport Paplo Picasso

    Namensgebung
    am 5. Dezember 2007

    Es sprachen

    • Prof. Jost Hernand
    • Frank Werneke

     


    Picassos politische »Wende«

    Prof. Jost Hernand

    Sitzungsräume in ver.di | Pablo Picasso | Art.iS – Kunst im Spreeport Paplo Picasso

    Picasso ist ein Phänomen ohnegleichen. Obwohl für ein kunstgeübtes Auge fast jedes seiner Werke als ein "echter Picasso" zu erkennen ist, herrscht in seinem kaum überschaubaren Oeuvre eine stupende Vielfalt von Motiven, stilistischen Verschiedenheiten und künstlerischen Herstellungspraktiken. Da gibt es Gemälde, Zeichnungen und Lithographien, Theatervorhänge, Linolschnitte, Drahtplastiken und Töpfereien, aus Bronze gefertigte Monumentalplastiken und aus schrottreifen Eisenteilen zusammengesetzte Figuren – und vieles andere mehr.

    Unter seinen Händen schien alles, auch das Älteste, eine neue Form anzunehmen. Ja, er war manchmal mit echter oder vorgetäuschter Naivität stolz darauf, wenn man ihn als Artifex, Schnellmaler oder Hokuspokuskünstler bezeichnete. Und er war ebenso stolz auf die bravourösen stilistischen Wandlungen in seinem Werk. Schließlich hatte er als Fünfzehnjähriger in Barcelona relativ »akademisch« angefangen, war dann nach der Jahrhundertwende in Paris zu einer symbolistisch orientierten Malweise übergegangen, in der sich eine blaue und eine rosa Periode unterscheiden lässt, bis ihn der Kubismus, und zwar sowohl in seiner analytischen als auch synthetisierenden Form in seinen Bann gezogen hatte.

    Doch nicht genug damit. Während sein Freund Braque sein Leben lang an diesem Stil festhielt, überraschte Picasso nach 1918 seine frühen Bewunderer mit einer streng klassizistischen Malweise, ohne dabei seine modernistischen Neigungen völlig aufzugeben. Ja, und dann ließ er sich zu den späten zwanziger und frühen dreißiger Jahren von den französischen Surrealisten anregen, in seinen Bildmotiven mehr und mehr in die Welten des Schlafs, des Traums, der orgiastischen Verzückung, kurz: des Unbewussten unterzutauchen. ...

    Das vollständige Referat kann als pdf-Datei hier geladen werden.

     

    Guernica – eine Bild und seine politische Bedeutung
    Frank Werneke

    Sitzungsräume in ver.di | Pablo Picasso | Art.iS – Kunst im Spreeport Pablo Picasso Guernica

    Am 26. April 1937 bombardierte die Legion Condor der deutschen Luftwaffe die baskische Stadt Guernica.

    Obwohl der Ort an sich keine militärische Bedeutung hatte, war die politische Bedeutung der Stadt um so größer: In Guernica befindet sich oberhalb der Stadtmitte das »heilige« Nationalsymbol der Basken, der Stumpf eines alten Eichenbaumes, wo bis 1876 die Ältestenräte aus dem ganzen Baskenland jährlich zusammenkamen, um eine Form von direkter Demokratie auszuüben. Im Jahre 1826 war ein Versammlungsgebäude, die Casa de Juntas, errichtet worden. »Guernica wurde nicht berühmt, weil es bombardiert wurde; Guernica wurde bombardiert, weil es berühmt war,« sagte der frühere Bürgermeister von Guernica, Eduardo Vallejo. ...

    Das vollständige Referat von Frank Werneke, stellvertretender Vorsitzender der ver.di und Leiter des Fachbereichs »Medien, Kunst und Industrie«, kann als pdf-Datei hier geladen werden.