Pressemitteilungen

    CineStar: Erste Tarifrunde ergebnislos

    CineStar: Erste Tarifrunde ergebnislos

    30.11.2016

    Die erste Runde der Firmentarifverhandlungen für die rund 3.000 Beschäftigten der bundesweit etwa
    50 Kinos der CineStar-Gruppe ist gestern am frühen Abend (29. November 2016) in Hamburg ergebnislos zu Ende gegangen.

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert eine Anpassung der Entgelttabelle an das marktübliche Niveau, damit die Beschäftigten so bezahlt werden, wie ihre Kolleginnen und Kollegen bei den Kinoketten UCI oder CinemaxX. Das würde, je nach Tätigkeit und Beschäftigungszeit, Lohnerhöhungen zwischen 60 Cent und 1,10 Euro pro Stunde bedeuten. Derzeit erhält ein Teil der Beschäftigten nur den Mindestlohn von 8,50 Euro. Die Arbeitgeber lehnten die Forderung als zu hoch ab, legten jedoch kein eigenes Angebot vor.

    »Bei den großen Kinoketten haben wir bundesweit eine nahezu gleiche Ausgangslage. Es ist unverständlich, warum die Beschäftigten bei CineStar nicht dasselbe verdienen sollen, wie die Beschäftigten anderer großer Kinoketten«, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Schreckenberg.

    Die Arbeitgeberseite verlangt nicht nur grundsätzlich niedrigere Entgeltsteigerungen, sondern will auch die je nach Kinostandort unterschiedlichen Entgelthöhen bei gleicher Tätigkeit beibehalten. »Wir haben uns auf diese Ausdifferenzierung 2012 eingelassen, um einen ersten Tarifvertrag zu realisieren. Diese große Anzahl unterschiedlicher Entgeltkategorien kann in diesem Umfang nicht mehr bestehen bleiben«, so Schreckenberg. ver.di verlangt, dass die Entgeltkategorien von fünf auf zwei reduziert werden.

    Die Verhandlungen werden am 15. Dezember 2016 fortgesetzt.

    ----------
    zur ver.di-Pressemeldung vom 30. November 2016