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    Arbeitgeberangebot völlig unzureichend

    Arbeitgeberangebot völlig unzureichend

    22.12.2016

    ver.di kritisiert unzureichendes Arbeitgeberangebot
    in den Tarifverhandlungen für die Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie

    In der dritten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitenden Industrie hat der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) am Abend des 21. Dezember 2016 erneut ein völlig ungenügendes Angebot vorgelegt. Bei einer Laufzeit von 33 Monaten sollen die Entgelte im ersten Schritt zum 1. Januar 2017 um 1,8 Prozent und um weitere 1,5 Prozent erst wieder zum 1. Juli 2018 erhöht werden. Das alte Lohnabkommen wurde zum 31. Oktober 2016 gekündigt. Insgesamt sieht das Arbeitgeberangebot somit 9 Nullmonate ohne Entgelt-Erhöhung vor.

    »Ein solches Angebot kann nicht ernsthaft als Grundlage für die Verhandlungen dienen. Anstatt des erwarteten Fortschritts in den Verhandlungen ist das ein Rückschritt«, betont der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Verhandlungsführer Frank Werneke. Das schon sehr schlechte Angebot der zweiten Verhandlungsrunde sei hiermit, wegen der langen Laufzeit, zusätzlich verschlechtert worden. »Insgesamt ist dieses Angebot nicht den Namen wert. Jetzt müssen die Beschäftigten in den Betrieben zeigen, was sie davon halten.«

    ver.di fordert für die rund 100.000 Beschäftigten der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 5 Prozent.

    Die Verhandlungen werden am 9. Januar 2017 in Berlin fortgesetzt.

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    zur ver.di-Pressemeldung vom 22. Dezember 2016