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    Festivalbeschäftigte organisieren sich in ver.di

    Festivalbeschäftigte organisieren sich in ver.di

    21.09.2017

    Aus der 2016 entstandenen Initiative »Festivalarbeit gerecht gestalten!« ist die Gruppe Festivalarbeit in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hervorgegangen. Darin haben sich Festivalbeschäftigte erstmals unter dem Motto »WIR machen Festivals – Festivalarbeit gerecht gestalten« zusammengefunden, um die teils katastrophalen Arbeitsverhältnisse der insgesamt mehreren Tausend Erwerbstätigen bei Filmfestivals in Deutschland zu thematisieren und sich für deren Verbesserung stark zu machen.

    Der Gründung unter dem Dach von ver.di waren zwei Treffen mit jeweils ca. 100 Teilnehmenden in Leipzig und Berlin vorausgegangen. In einer Befragung hatte sich eine deutliche Mehrheit für eine gewerkschaftliche Organisationsstruktur bei ver.di ausgesprochen, der größten Interessenvertretung Medienschaffender aller Gewerke bundesweit. Als Festivalarbeiterin und -arbeiter definierte das Gründungskomitee diejenigen, die erwerbsmäßig für ein Festival tätig sind.

    Erste Schwerpunkte sind eine Datenerhebung zur Arbeitssituation von Festivalbeschäftigten in Deutschland und der Aufbau einer schlagkräftigen Organisation. Die Gruppe soll als Lobby der Festivalarbeiterinnen und -arbeiter wirken, sie über ihre Rechte informieren und langfristig Tarife für den Bereich der Festivalarbeit verhandeln und etablieren. Für organisierte Festivalbeschäftigte besteht zudem die Möglichkeit, den Rechtsschutz von ver.di im beruflichen Konfliktfall in Anspruch zu nehmen.

    Perspektivisch ist die Gruppe, der momentan nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Filmfestivals angehören, auch offen für Festivals anderer Sparten: »Wir freuen uns in ver.di immer über Zuwachs: Festivals sind für den Kulturbetrieb unverzichtbar, dem entsprechend müssen aber auch die Bedingungen gestaltet werden. Dafür bieten wir den neuen Kolleginnen und Kollegen mit Branchenkompetenz und Vernetzungsmöglichkeiten die besten Voraussetzungen für eine gewerkschaftliche Erfolgsgeschichte«, sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

    In Deutschland gibt es ca. 400 Filmfestivals, die sowohl als Standortfaktor als auch im Verwertungskreislauf innerhalb der Filmwirtschaft mittlerweile eine entscheidende Bedeutung haben.

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    zur ver.di-Pressemeldung vom 21. September 2017