Pressemitteilungen

    Terroristische Anschläge haben nichts mit dem Islam zu tun

    Terroristische Anschläge haben nichts mit dem Islam zu tun

    12.01.2015

    »Attentate wie das von Paris richteten sich gegen die Freiheit des Wortes«, konstatiert Regine Möbius, Beauftragte für Kunst und Kultur der ver.di, »sie richten sich gegen die gesamte Gesellschaft und ihre Werteordnung.«

    Die in der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di organisierten Schriftsteller, Publizisten, Künstlerinnen, Künstler und Kulturarbeiter verurteilen empört den Überfall auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo. Zwölf Menschen kamen dabei ums Leben – darunter vier Karikaturisten des Blattes. Es war dies ein mörderischer Angriff auf die Pressefreiheit, ein Terroranschlag gegen eine der wichtigsten Errungenschaften der Zivilisation. Trotz dieser Gräueltat der Mörder von Paris, sind Regeln und Gesetze nicht wegzubomben.

    Ziel von Terroristen ist es immer, Angst und Schrecken zu verbreiten. Auf Bilder und Texte haben die Terroristen mit tödlicher Gewalt reagiert. Dadurch ist mit dem Anschlag eine nicht wegzudenkende Angst in die Redaktionen eingekehrt.
    Das Attentat von Paris hat die Frage aufgeworfen, wie weit noch angstfrei berichtet werden kann, wenn es Menschen gibt, die die Frage, was Satire darf, mit Schusswaffen klären? Freiheit von Angst aber ist eine entscheidende Voraussetzung für Freiheit – auch für Pressefreiheit.

    Das mutige Magazin Charlie Hebdo ist schon einmal Ziel eines Anschlags geworden, deshalb war es für die Redaktion nicht leicht, die zuspitzende Linie weiterzufahren. Dass sie es getan hat, ist ein Zeichen von Mut und verdient allerhöchsten Respekt.

    Auch deshalb sagen wir Künstler in ver.di mit tausenden Verbündeten: Je suis Charlie!

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    Die Medieninformation der Kunst- und Kulturbeauftragten der ver.di vom 12. Januar 2015 kann als pdf-Datei hier geladen werden.

    Pressekontakt

    Heinrich Bleicher-Nagelsmann ver.di – Bereich Kunst und Kultur
    TEL +49.30.6956-2327  |  e-Mail kulturpolitik@verdi.de