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    Zeitungszusteller müssen Mindestlohn bekommen!

    Zeitungszusteller müssen Mindestlohn bekommen!

    05.06.2014

    In einer ver.di-Pressemeldung vom 5. Juni 2014 warnt der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske davor, der Forderung nach weiteren Ausnahmen nachzugeben. 

    Insbesondere der Ruf des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) danach, Zeitungszustellerinnen und -zusteller generell vom allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn auszunehmen, sei heuchlerisch. ver.di habe dem BDZV ausdrücklich angeboten, die gesetzliche Möglichkeit einer tariflichen Übergangsfrist für die Zeitungszustellung zu nutzen und Tarifverhandlungen über einen Mindestlohn aufzunehmen. Dies sei für ver.di auch auf der vom BDZV geforderten Basis einer Stücklohnbezahlung möglich, weil es solche Tarifverträge bereits gebe. »Der BDZV hat das Angebot von Tarifverhandlungen abgelehnt und will damit Zeitungszustellerinnen und -zustellern dauerhaft den Mindeststandard des gesetzlichen Mindestlohns vorenthalten. Das ist nicht akzeptabel«, sagte Bsirske.

    Darüber hinaus enthalte der Gesetzentwurf weitere wichtige Schritte zur Stärkung der Tarifautonomie. Durch die Erleichterung der Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen erhielten mehr Beschäftigte den Schutz tariflich gesicherter Einkommen und Arbeitsbedingungen, gleichzeitig sorge dies für fairen Wettbewerb in den Branchen. Die Öffnung des Arbeitnehmerentsen degesetzes für alle Branchen stelle zudem sicher, dass auch ausländische Arbeitskräfte in Deutschland vor Lohndumping geschützt würden.

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    zur ausführlichen ver.di-Medieninformation vom 5. Juni 2012