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    Tarifverhandlungen Tageszeitungsredaktionen vertagt

    Tarifverhandlungen Tageszeitungsredaktionen vertagt

    30.01.2018

    dju in ver.di fordert Attraktivitätsoffensive und schnelle Einigung

    Die Tarifverhandlungen für die 13.000 fest angestellten und freien Tageszeitungsjournalistinnen
    und -journalisten sind am Nachmittag ohne Ergebnis auf den 20. Februar 2018 vertagt worden.

    Die Deutsche Journalistinnen und Journalistenunion (dju) in ver.di hatte die Verlegerseite zu Beginn zu einer »Attraktivitätsoffensive« aufgefordert und auf eine schnelle Einigung gedrängt. »Die Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen begreifen den Wandel der Medien auch als Chance. Die positiven Entwicklungen in den zunehmend wieder gesundenden Medienhäusern sind ihrem hohen Einsatz zu verdanken und zeichnen sich zum Beispiel konkret im Bereich der Bezahlinhalte und der Gewinnung neuer Leserinnen und Leser ab. Im öffentlichen Diskurs weht den Redaktionsmitgliedern gleichzeitig ein heftiger Wind entgegen. Zukunftsaufgaben können die Tageszeitungsjournalistinnen und -journalisten nur meistern, wenn die Bedingungen stimmen. Dazu gehört natürlich eine entsprechende Bezahlung. Unsere Forderung nach
    4,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro, ist sehr angemessen«, erklärte der Verhandlungsführer der dju in ver.di, Matthias von Fintel.

    Es sei enttäuschend, dass der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) zum Verhandlungsauftakt seinerseits kein beziffertes Angebot vorlegen konnte.

    Der BDZV-Forderung nach strukturellen Abstrichen im Gehaltstarifvertrag erteilte die dju in ver.di eine klare Absage: »Ja, wir wollen uns gemeinsam für starke Zeitungen einsetzen. Dafür bedarf es jetzt zügiger Verhandlungen und spürbar höherer Honorare und Gehälter, vor allem für den Nachwuchs auf der Suche nach attraktiven Arbeitsplätzen«, unterstrich von Fintel.

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      zur ver.di-Pressemeldungvom 30. Januar 2018