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    ver.di erhöht Druck vor Verhandlungen

    ver.di erhöht Druck vor Verhandlungen

    10.06.2016

    Streiks in der Druckindustrie und Tageszeitungsredaktionen: ver.di erhöht den Druck vor entscheidenden Verhandlungen

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten der Druckindustrie und die Tageszeitungsjournalistinnen und -journalisten heute (10. Juni 2016) zum Streik aufgerufen.

    Arbeitsniederlegungen finden in fast allen Bundesländern statt. Allein in Bielefeld kamen aus der Region Ostwestfalen-Lippe rund 150 Beschäftigte zu einer Streikkundgebung zusammen. Die Streiks werden in den kommenden Tagen intensiviert.  

    »Sowohl in der Druckindustrie als auch in den Redaktionen ist der Druck auf die Beschäftigten immens gestiegen. Die Arbeitsverdichtung durch die digitale Transformation und der gleichzeitige Abbau von Arbeitsplätzen gehen zulasten der Kolleginnen und Kollegen. Doch ihre Gehälter sind nicht gestiegen, im Gegenteil: Die Tarifentwicklung in der Druckindustrie und den Tageszeitungsredaktionen bleibt seit Jahren hinter der Entwicklung in der Gesamtwirtschaft zurück. Die Beschäftigten machen gemeinsam deutlich, dass sie nicht weiter abgehängt werden wollen und eine angemessene Teilhabe an der allgemeinen Lohnentwicklung verlangen«, sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

    In beiden Tarifbereichen fordert ver.di fünf Prozent mehr Geld. Der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) haben bislang Angebote vorgelegt, die den Forderungen und Argumenten der Beschäftigten nicht gerecht werden und jegliche Wertschätzung vermissen lassen. »Die Beschäftigten in der Druckindustrie und den Tageszeitungsredaktionen brauchen gute Bedingungen. Es geht in dieser Auseinandersetzung ganz wesentlich auch darum, die Attraktivität der Berufe und Arbeitsplätze zu erhalten. Dafür erhöhen wir den Druck, bevor die Verhandlungen in der kommenden Woche in eine entscheidende Phase eintreten«, sagte Werneke.

    Die Verhandlungen für die rund 140.000 Beschäftigten der Druckindustrie werden am Montag (13. Juni 2016) fortgesetzt, die Verhandlungen für die über 14.000 Tageszeitungsjournalistinnen und -journalisten gehen am Mittwoch (15. Juni 2016) in die vierte Runde.

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