Pressemitteilungen

    50 Jahre Institut für Deutsche Sprache

    50 Jahre Institut für Deutsche Sprache

    11.03.2014

    Gratulation

    Seit einem halben Jahrhundert untersucht das Institut für Deutsche Sprache in Mannheim Fragen des Sprachgebrauchs und seine Wandlungen. So beispielsweise, ob der Wortmix aus Deutsch und Englisch, kurz Denglisch, noch zu stoppen ist oder ob Begriffe wie »Jammerossis« und »Besserwessis« keinen wirklichen Grund zur Klage darstellen, da sie Zeitschöpfungen waren und beispielsweise schon wieder von SMS, Twitter oder WhatsApp abgelöst worden sind.

    Die den Verfall der deutschen Sprache deshalb befürchten, weiß der Direktor des IDS, Ludwig Eichinger, zu beruhigen: »Natürlich gibt es schlechten Sprachgebrauch, aber das Sprachsystem, das grundsätzliche Funktionieren der Sprache, scheint davon nicht betroffen zu sein, nach allem, was wir wissen.«

    Regine Möbius, ver.di Beauftragte für Kunst und Kultur begrüßt, dass es dabei in der Sprachforschung des IDS um viel mehr geht, als nur Grammatik. »Auch als Autorin ist es mir wichtig, dass es um das Bewahren des Hochdeutschen wie der einzelnen Dialekte geht und nicht um Wertungen, ob Schwäbisch, Sächsisch oder Bayrisch vorn oder richtig liegt. Für künftige Sprachkultur im täglichen Umgang wie in der literarischen Ausformung wird es um einen angemessenen Sprachgebrauch aber auch dessen Veränderungen in der deutschen Sprache gehen.«

    Pressekontakt

    Heinrich Bleicher-Nagelsmann ver.di – Bereich Kunst und Kultur
    TEL +49.30.6956-2327  |  e-Mail kulturpolitik@verdi.de