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    Giesecke & Devrient München

    Giesecke & Devrient München

    Resolution
    der Bundesfachbereichskonferenz 2015

    Solidarität mit den Beschäftigten
    bei Giesecke & Devrient München

    Die Delegierten der Bundesfachbereichskonferenz Medien, Kunst und Industrie erklären hiermit ihre uneingeschränkte Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen bei Giesecke & Devrient in München, die seit vier Monaten um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen.

    Im Dezember 2014 hat die Arbeitgeberseite völlig überraschend angekündigt, dass binnen Jahresfrist über 800 Arbeitsplätze abgebaut werden. Betroffen davon sind insbesondere die Kolleginnen und Kollegen im Druck, sowie in erheblichem Umfang die Beschäftigten im Dienstleistungscenter, deren Arbeitsplätze abgebaut oder verlagert werden sollen.

    Dieser Kahlschlag, der zu enormen sozialen Härten führen würde, ist weder nötig noch zukunftssichernd für den Gelddrucker und Kartenhersteller Giesecke & Devrient. Dennoch wurde ein plausibles, tragfähiges und sozial verträgliches Alternativkonzept, das der Betriebsrat vorgelegt hat, von Seiten der Eigentümer und der Geschäftsführung abgelehnt.

    Seit Wochen befinden sich die Kolleginnen und Kollegen immer wieder im Streik, um der Arbeitgeberseite zu zeigen, was sie von den geplanten Massenentlassungen halten. Auch in der Öffentlichkeit wird das Vorgehen kritisiert.

    Die Delegierten der Bundesfachbereichskonferenz in Berlin fordern alle Kolleginnen und Kollegen in den Branchen des Fachbereichs im In- und Ausland auf, den Kampf der Belegschaft von Giesecke & Devrient zu unterstützen, insbesondere auch die Verweigerung von Streikbrucharbeiten.

    Die Delegierten verurteilen nachdrücklich, dass die Verantwortlichen und Eigentümer des Unternehmens sich offensichtlich ihrer sozialen Verantwortung gegenüber ihren Beschäftigten in unverantwortlicher Weise entledigt haben.

    Berlin, 25. April 2015