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    digital | fair | bargain

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    UNI MEI Generalversammlung 2015 Lissabon | ver.di Fachbereich Medien, Kunst und Industrie UNI MEI UNI MEI Generalversammlung 2015  – Motto der Konferenz

    UNI MEI Generalversammlung
    Lissabon, 25. - 28. Oktober 2015

    Mehr als 130 Teilnehmer aus 47 Ländern nahmen an der UNI MEI Vollversammlung in Lissabon teil, der vierten seit der Gründung der UNI im Jahr 2000 (Los Angeles 2003, Madrid 2007, Mexiko 2011). Es ist gut zu sehen, dass UNI und sein Medien-, Unterhaltungs- & Kunstsektor gewachsen sind. Die Mitgliederstärke des Sektors ist – nach Mitgliedschaftsbeiträgen gemessen – seit der Gründung von UNI um 20 Prozent gestiegen und liegt nun knapp unter 200.000 Mitgliedern.

    UNI MEI Generalversammlung 2015 Lissabon | ver.di Fachbereich Medien, Kunst und Industrie HBN UNI MEI Generalversammlung 2015  – Gerry Morissey mit Cordula Bauermeister, Hanna Harvima, Monika Wittmann, Veronica Fernandes
    UNI MEI Generalversammlung 2015 Lissabon | ver.di Fachbereich Medien, Kunst und Industrie HBN UNI MEI Generalversammlung 2015  – Philip Jennings, Generalsekretär von UNI-World

    Im Zentrum der Generalversammlung stand die Frage, wie Gewerkschaften in der Medien- und Unterhaltungsindustrie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wirksam vertreten und schützen können. In der digitalen Wirtschaft, vor dem Hintergrund der technologischen, wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt.

    Wie können wir wachsen, war eine Leitfrage. Indem der Akzent auf »digital« gesetzt wurde, betonte man, dass die Digitalisierung ein Hauptgrund für den Strukturwandel in den Branchen ist und dass diese Veränderung eine Neudefinition dessen, was ein »fairer digital deal« für Kreative, Techniker und alle anderen Arbeitnehmer verlangt.

    Die digitale Wirtschaft bringt neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Medien- und Kulturschaffende, führt aber auch zu Arbeitsplatzvernichtung. Digitalisierung beschleunigt die Geschwindigkeit des Wandels. Das Digitale wirkt sich auch auf die Art des Arbeitsverhältnisses und der Arbeitsbeziehungen aus. Es verschärft die Prekarisierung der Arbeit.

    UNI MEI Generalversammlung 2015 Lissabon | ver.di Fachbereich Medien, Kunst und Industrie HBN UNI MEI Generalversammlung 2015  – Valentin Döring und Johannes Studinger

    In der globalen digitalen Wirtschaft, wird die Koordinierung zwischen den Gewerkschaften auf nationaler, regionaler und globaler Ebene immer wichtiger, um einen Wandel zugunsten einer progressiven und nachhaltigen Vision zu erreichen und um die Rechte der Medien- und Kulturschaffenden zu stärken. Diese Notwendigkeit der Zusammenarbeit betrifft viele verschiedene Bereiche, wie z.B. gemeinsame Arbeitgeber, supranationale oder zwischenstaatliche Koordinierung der Regulierungsansätze oder Handelsabkommen.

    UNI MEI Generalversammlung 2015 Lissabon | ver.di Fachbereich Medien, Kunst und Industrie Staut UNI MEI Generalversammlung 2015  – Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Bereichsleiter Kunst und Kultur der ver.di

    Unsere Fähigkeit, gemeinsam zu handeln, wird in der Zukunft erheblichen Einfluss darauf haben, ob Gewerkschaften für die Rechte der Medien- und Kulturschaffenden erfolgreich einstehen können und für die Demokratisierung unserer Industrien sorgen zu können.

    Die Beschlüsse der Konferenz in Lissabon formulieren unsere Vision für eine inklusive und gerechte digitalen Wirtschaft. Der Aktionsplan 2020 setzt diese Vision in die aktionsorientierte Ziele um, mit zehn Prioritäten. Ganz vorne stehen »organising und capacity building«, Gleichstellung der Geschlechter, eine bessere Rechtsetzung im Bereich der Kultur und des Urheberrechts der Medien- und Kulturschaffenden und im audiovisuellen Sektor.

    Der wiedergewählte UNI-MEI-Präsident Gerry Morrissey (BECTU) und der gesamte Vorstand sind bestrebt, diesen Plan im Rahmen der »UNI Breaking-Through Strategie« umzusetzen. Einen wesentlichen Fortschritt gab es im Bereich der Gleichstellung der Geschlechter. Als erste Sektion der Uni wurde in MEI die 40-Prozent-Quote im Wahlprozess durchgesetzt. 42 Prozent der gewählten Mitglieder des Vorstandes sind Frauen.
    Noch wichtiger ist, dass der Sektor die erste globale Frauenarbeitsgruppensitzung in Lissabon veranstaltet hat. Diese neue Arbeitsgruppe wird nun eine ständige Einrichtung werden. Sie wird unsere Bemühungen um die Gleichstellung in den Medien & Kultur leiten und unseren Beitrag zur ausgezeichneten Arbeit des Frauenausschusses der UNI koordinieren.

    HBN

    Die Beschlüsse der Konferenz und Initiativanträge zur Situation der Medien weltweit sind als pdf-Dateien beigefügt.

     

     

    Anträge – Übersicht

    • Organising for our Future World of Work
    • Better Rules for a Fair Digital Market
    • More Equality for an Inclusive Industry
    • Strong Public Values in the Global Economy
    • Freedom of Expression Regardless of Frontiers
    • Our Fight for Freedom of Association
    • UNI MEI Action Plan 2020
    • UNI MEI General Assembly 2020

    Dringlichkeits-Entschließungen

    • BBC United Kingdom
    • For Freedom of Speech in the Republic of Korea
    • Health and Safety in Film and TV Production in India
    • Support for Changes to the Law on Exercising Public Interest in Culture in Slovenia