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    IMK Lage-Hörste erhalten!

    IMK Lage-Hörste erhalten!

    Mit einer Resolution an den ver.di-Bundesvorstand und den ver.di-Gewerkschaftsrat will der Freundeskreis der ver.di-Bildungsstätte IMK in Lage-Hörste erreichen, dass das Haus auch in Zukunft erhalten bleibt.
    Das Problem: Drei Millionen Euro Investitionen sind für den Brandschutz und um Mängel zu beseitigen notwendig.

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    Resolution
    Lage-Hörste ist unverzichtbar

         An den
         ver.di-Bundesvorstand,
         ver.di-Gewerkschaftsrat

    Liebe Kollegen und Kolleginnen,

    erst drei Monate ist es her, da feierte unsere Bildungsstätte in Lage-Hörste, von vielen guten Wünschen begleitet, ihr 60-jähriges Jubiläum. Nicht nur der Hauptreferent der Veranstaltung, Professor Arno Klönne, würdigte die engagierte Bildungsarbeit, die dort geleistet wurde und wird. Auch die vielen positiven Veränderungen, die seit der Übernahme der Leitung durch Holger Menze begonnen und jetzt von Josef Peitz weitergeführt werden, wurden immer wieder hervorgehoben.

    Das Haus hat sichtbar und erlebbar Fortschritte gemacht und präsentiert sich heute einladend und freundlich; den Teamenden stehen engagierte Kolleginnen und Kollegen zur Seite.

    Auch die Seminarinhalte werden überaus positiv bewertet: Im  Institut für Bildung, Medien und Kunst wird emanzipatorische Bildung betrieben, die Wissen vermittelt, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ermutigt, im betrieblichen Alltag den aufrechten Gang zu üben,  eigene Interessen zu erkennen und Widerständigkeit zu entwickeln. Das ist die Kernaufgabe gewerkschaftlicher Bildungsarbeit! Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wissen das zu schätzen.

    Detlef Hensche, der ehemalige Vorsitzende der IG Medien, wünschte dem Haus in seinem Grußwort zum 60. Geburtstag »in den nächsten Jahrzehnten eine engagierte Bildungsarbeit und, nicht zu vergessen, eine gesicherte Zukunft«.

    Doch die Zukunft des Hauses ist gefährdet. Denn neben den Investitionen für den Brandschutz wurden Mängel identifiziert, die nun Investitionen von ca. drei Millionen Euro erforderlich machen. Viel Geld, auch für eine große Organisation wie ver.di. Aber die Alternative zur Investition wäre die Schließung der Bildungsstätte. Nicht nur für die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachbereichs 8, die ihre Branchenseminare dort durchführen und für die »Hörste« politische Heimat ist, auch für die steigende Zahl von Teilnehmenden quer durch alle Fachbereiche, vor allem aus NRW, wäre die Schließung ein enormer Verlust.

    Die notwendigen Investitionen in eine verbesserte Infrastruktur würden den Weg zu einem betriebswirtschaftlich ausgeglichenen Ergebnis beschleuni­gen und den Standard der Zimmer für die Gäste auf ein gutes Niveau heben.

    Eine bessere Auslastung der gewerkschaftlichen Bildungseinrichtungen wird erreicht, wenn Seminare der gewerkschaftlichen Bildungsträger, die in Hotels durchgeführt werden, in die eigenen Bildungsstätten zurückgeholt würden. Dazu gibt es zwar eindeutige Beschlüsse, die aber in der Praxis nicht so recht befolgt werden.

    Gewerkschaftliche Bildungseinrichtungen sind unverzichtbar für die politische Identitätsbildung, sie vermitteln das Rüstzeug für eine wirksame Interessenvertretung, sie sind politische Heimat für viele Aktive, die sich unter schwierigen Bedingungen in Betrieb und Gesellschaft für ihre Interessen und die ihrer Kolleginnen und Kollegen einsetzen. Und die brauchen dafür Ankerpunkte.

    Gewerkschaftliche Identität wird nicht in Hotelketten wie z. B. »Best Western«, »Steigenberger« oder »Hilton« gebildet, sondern in unseren eigenen Bildungsstätten. Dort ist Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit, Gewerkschaft erleb- und erfahrbar. Alle unsere Bildungseinrichtungen sind unverzichtbar. Lage-Hörste auch!

    Welch ein Signal ginge an die Öffentlichkeit, wenn ver.di eine ihrer Bildungsstätten schließt, während die IG Metall allein in den Neubau ihrer Bildungseinrichtung in Sprockhövel 33 Millionen Euro investiert und damit den hohen Stellenwert gewerkschaftlicher Bildungsarbeit auch nach innen und außen demonstriert.

    Wir fordern alle Kolleginnen und Kollegen, vor allem im ver.di-Bundesvorstand und  im Gewerkschaftsrat, auf, die notwendigen Investitionen bereitzustellen, damit Lage-Hörste erhalten bleibt.