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    Strom: Die Öffentlichen halten mit

    Strom: Die Öffentlichen halten mit

    Stromwirtschaft Hans-Böckler-Stiftung Stromwirtschaft

    Private Unternehmender Stromwirtschaft sind nicht produktiver als staatliche - Eine Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung

    Bücher und Aufsätze von Ökonomen, die beweisen sollen, dass Private stets effizienter wirtschaften als der Staat, füllen Bibliotheken. Was ist dran an diesen Theorien? Das haben Caroline Stiel, Astrid Cullmann und Maria Nieswand vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Beispiel einer Branche untersucht, in der private und öffentliche Firmen konkurrieren: der 1998 liberalisierten Stromwirtschaft. Dabei geht es nicht um die Stromerzeugung durch Kraftwerke oder Windparks, sondern um die Versorgungsdienstleistung.

    Das Ergebnis: Zwischen 2003 und 2008 stieg die Produktivität bei allen Anbietern an – interessanterweise bevor der Wettbewerb um Haushaltskunden recht in die Gänge kam, was erst ab 2007 der Fall war. Seit 2008 stagniert das Produktivitätswachstum in der Branche mehr oder weniger. Und: „Wir haben keine Hinweise darauf, dass die Eigentumsfrage die Produktivität beeinflusst“, so die DIW-Forscherinnen. Sie fanden keinen Unterschied zwischen privaten Anbietern und solchen, die mehrheitlich oder ganz in öffentlicher Hand sind. Die „angebliche Dichotomie zwischen privaten und öffentlichen Firmen“ ist offenbar eine Schimäre.

    Zum ganzen Text und zum Download der Studie: [Link]