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    Filmschaffende wollen bessere Arbeitszeiten

    Filmschaffende wollen bessere Arbeitszeiten

    01.12.2020

    Die erste Tarifverhandlungsrunde für die 25.000 Filmschaffenden in Deutschland sind ohne Ergebnis geblieben. Die ver.di FilmUnion der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft und der BFFS fordern ein geschütztes Wochenende beziehungsweise eine Fünf-Tage-Woche sowie ausreichend Ruhezeiten im Drehprozess. Über eine mögliche Gagenerhöhung soll mit der Produzentenallianz erst ab der Jahresmitte verhandelt werden, wenn sich die Verhandlungen zu den Arbeitszeiten kurzfristig als erfolgreich erweisen.

    Vor den Verhandlungen hatte die ver.di FilmUnion im September und Oktober 2020 eine Tarifumfrage unter mehreren hundert Filmschaffenden durchgeführt, um aktuelle Erfahrungen in diesem von Pandemie-Einschränkungen geprägten Jahr zu erfassen. Einen hohen Stellenwert nahm dabei die verpflichtende Tageshöchstarbeitszeit von zwölf Stunden ein, um die Anstrengungen der Dreharbeiten unter Schutzmasken und andere organisatorische und technische Maßnahmen zum Gesundheitsschutz erträglich zu halten. Wichtig sind den Filmschaffenden auch die Erholungsphasen am Ende einer Drehwoche und die Einhaltung der Ruhezeiten zwischen den Drehtagen.

    Verbesserte Arbeitszeiten sollen aus Sicht der ver.di FilmUnion soziale Aspekte der Lebensumstände von Filmschaffenden verbessern. So gaben in der Tarifumfrage zwei Drittel der Befragten (von Anfang 20 bis Ende 50 gleichmäßig aus allen Altersgruppen) an, kinderlos zu sein. »Filmberufe und eine spannende Branche dürfen für Kolleginnen und Kollegen mit Kindern nicht unvereinbar bleiben«, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel.

    Die Verhandlungen wurden in einem virtuellen Verhandlungsraum geführt und werden am 14. Januar 2021 fortgesetzt.

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    zur ver.di-Pressemeldung vom 1. Dezember 2020