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    Papierverarbeitung

    Papierverarbeitung

    11.02.2021

    Tarifverhandlungsrunde erneut ergebnislos – Arbeitgeber nicht zu Verbesserungen bereit

    Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die rund 100.000 Beschäftigten der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie am Mittwoch (10. Februar 2021) in Berlin blieb erneut ohne Ergebnis.

    Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) weigerte sich, ein von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gefordertes Angebot mit einer Laufzeit von zwölf Monaten vorzulegen. »Das ist völlig unverständlich. Mit Blick auf die Pandemie müssen wir auf Sicht fahren«, sagte ver.di-Verhandlungsführer Andreas Fröhlich. »Das sogenannte Angebot des HPV von acht Nullmonaten und eine unzureichende Lohnerhöhung bei einer zweijährigen Laufzeit ist völlig inakzeptabel. Das hat nichts mit Wertschätzung der Kolleginnen und Kollegen in einer Branche zu tun, die nach eigenen Angaben besser als viele andere durch die Pandemie gekommen ist«, so Fröhlich weiter.

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,8 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Der HPV hatte in der ersten Verhandlungsrunde als »ausdrückliches Dankeschön« eine Lohnerhöhung erst ab 1. Oktober 2021 von 1,1 Prozent und zum 1. Februar 2022 um ein weiteres Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten.

    Als nächster Verhandlungstermin ist der 22. Februar 2021 in Berlin vorgesehen. ver.di hat das aktuell laufende Lohnabkommen zum 31. Januar 2021 gekündigt.

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    zur ver.di-Pressemeldung vom 11. Februar 2021