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    Druckindustrie: Erste Verhandlungsrunde ergebnislos

    Druckindustrie: Erste Verhandlungsrunde ergebnislos

    17.09.2018

    Arbeitgeber legen kein Angebot vor
    ver.di-Forderungen für die Branche vollkommen angemessen

    Die erste Verhandlungsrunde für die rund 134.000 Beschäftigten der Druckindustrie ist heute (17. September 2018) ergebnislos zu Ende gegangen. Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) legte kein Angebot vor und kritisierte lediglich die ver.di-Forderung von 5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke nannte die Forderung »für die Branche vollkommen angemessen« und nicht »völlig überzogen«, wie es die Arbeitgeber sehen. Es gelte, die Beschäftigten der Druckindustrie an der allgemeinen Lohnentwicklung teilhaben zu lassen. »Die Arbeitsplätze in der Branche müssen attraktiv bleiben. Schließlich konkurriert die Druckindustrie auf dem Arbeitsmarkt mit anderen Branchen. Eine fünfprozentige Erhöhung überfordert die Betriebe in keiner Weise«, erklärte Werneke.

    Gleichzeitig warnte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende die Arbeitgeberseite vor einem Abbau von Leistungen beim Manteltarifvertrag, der am 31. Oktober 2018 ausläuft. »Vor Planungen, die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern und das Ganze mit dem Wort Veränderung zu verniedlichen, können wir nur warnen«, sagte Werneke. Bezeichnungen wie »völlig überholt« oder »verstaubt« seien aus der Arbeitgeber-Agitationskiste und hätten in Tarifverhandlungen nichts zu suchen.

    Die zweite Verhandlungsrunde mit dem Bundesverband Druck und Medien findet am 27. September 2018 in Berlin statt. Die Friedenspflicht in der Druckindustrie endet am 30. September 2018.

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    zur ver.di-Pressemeldung vom 17. September 2018 

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