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    Übernahme von Uniper

    Übernahme von Uniper

    21.09.2022

    ver.di begrüßt Übernahme von Uniper
    und fordert langfristiges Engagement durch den Bund

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, fast 100 Prozent der Anteile am Gasversorger Uniper zu übernehmen. »Die Übernahme durch den Bund ist notwendig, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und sie ist im Sinne der Beschäftigten«, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz am heutigen Mittwoch (21. September 2022) in Berlin. Eine Insolvenz wäre ein unkalkulierbares Risiko für den Gasmarkt in Deutschland und die gesamte Energie- und Wärmeversorgung.

    Zuvor hatte die Bundesregierung erklärt, dass die Verhandlungen mit Fortum, dem Hauptanteilseigener, abgeschlossen seien. Damit liegt die Zukunft des größten Gasversorger Deutschlands nun in den Händen des Bundes. Ziel der Maßnahme ist die Sicherstellung der Lieferverpflichtungen von Gas, insbesondere an die nachgelagerten Stadtwerke. Der Schritt war notwendig geworden, nachdem Russland die Lage durch den Gas-Lieferstopp über die Pipeline Northstream 1 zugespitzt hatte.

    »Deutschland braucht Uniper und Uniper braucht Deutschland«, betonte der Uniper-Konzernbetriebsratsvorsitzende Harald Seegatz. Die Übernahme sei der richtige Schritt, um das Unternehmen zu stabilisieren. Uniper sei mit seinen rund 5.000 Beschäftigten allein in Deutschland für die Energieversorgung systemrelevant und benötige dauerhafte Unterstützung. »Der Bund muss seine Beteiligung bei Uniper als langfristiges Engagement sehen«, sagte Seegatz.

    ver.di-Bundesvorstand Schmitz wies darauf hin, dass der Bund mit der Übernahme nicht nur mehr Verantwortung übernimmt, sondern auch Gestaltungsspielräume gewinnt. »Der Bund bekommt damit die Möglichkeit, die Chancen für die klimaneutrale Energiewende zu nutzen, den Umstieg auf CO2-freie Energie und den Hochlauf von grünem Wasserstoff aktiv und maßgeblich zu gestalten und damit die deutsche und europäische Energieversorgung langfristig und nachhaltig zu sichern«, so Schmitz.

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    zur ver.di-Pressemeldung vom 21. September 2022