Pressemitteilungen

    Erinnerung und Mahnung

    Erinnerung und Mahnung

    08.05.2013

    Kulturbeauftragte der ver.di
    thematisiert Verfolgung von Schriftstellerinnen und Schriftstellern

    Berlin, 8. Mai 2013: Als »Tag der Erinnerung und der Mahnung« stellt Regine Möbius, Kunst und Kulturbeauftragte der ver.di, den 10. Mai heraus, der sich in diesen Tagen zum 80. Mal jährt. Schon immer seien Bücherverbrennungen im Lauf der Jahrtausende Zeichen oder Auftakt von Maßnahmen und Pogromen gegen Andersdenkende und Meinungsfreiheit gewesen.

    213 v. Chr. brannten in China auf Kaiserlichen Befehl Schriften des Konfuzius. 1497 brannten die Schriften Boccaccios und Petracars. Luthers Schriften brannten, die Werke Miltons brannten.

    In Berlin inszenierten die deutschen Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 eine Bücherverbrennung unliebsamer Autorinnen und Autoren auf dem heutigen Bebelplatz. 94 deutschsprachige Autoren standen auf den sogenannten schwarzen Listen und siebenunddreißig fremdsprachige. »Das war nur ein Vorspiel für Verfolgung, Verhaftung und Ermordung«, so Möbius.

    Am 10. Mai diese Jahres veranstaltet der Verband deutscher Schriftsteller, VS in ver.di, gemeinsam mit dem P.E.N.-Zentrum Deutschland, dem Börsenverein des deutschen Buchhandels und der Akademie der Künste in den Räumen der Akademie am Pariser Platz eine Gedenkveranstaltung, die die aktuelle Verfolgung von Autoren und Andersdenkender in den Focus nimmt. (siehe https://vs.verdi.de/aktuelles/veranstaltungen/vs-informationen/jahrestag-buecherverbrennung)

    In einem Artikel »Wo fängt das Zündeln an?« der aktuellen Ausgabe von »Politik & Kultur« des Deutschen Kulturrates widmet sich die stellvertretende VS-Vorsitzende und Kunst- und Kulturbeauftragte der ver.di dem Thema in verschiedenen Facetten über die Jahrhunderte, die auch die Zeit der DDR und Publikationsverbote mit einschließt.(siehe: http://www.kulturrat.de/puk_liste.php?detail=98&rubrik=puk).

    »In den meisten Fällen jedoch«, so Möbius, »hat sich die Literatur auf Dauer als stärker erwiesen als der Vernichtungswahn Fanatisierter«.

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    Die Medieninformation der Kunst- und Kulturbeauftragten der ver.di vom 8. Mai 2013 kann als pdf-Datei hier geladen werden:

    Pressekontakt

    Valentin Döring
    ver.di – Bereich Kunst und Kultur
    Tel.: +49.30.6956 2319 | Fax: +49.30.6956 3656 | e-Mail: valentin.doering@verdi.de