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    »Die Kunst ist die Tochter der Freiheit«

    05.09.2014 – 07.09.2014IMK, 32791 Lage-Hörste, Teutoburger-Wald-Str. 105

    »Die Kunst ist die Tochter der Freiheit«

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    Veranstaltung des IMK Lage-Hörste in der Reihe »Mehr Demokratie wagen« Eugène Delacroix Die Freiheit führt das Volk  – 1830

    Von der Widerstandskraft
    der Künste für
    Freiheit und Demokratie

    5.-7. September 2014
    Tagung

    Schiller, durch die Jahrhunderte zu Recht als Dichter der Freiheit benannt, hat in seinen Briefen über die ästhetische Erziehung des Menschen die besondere Rolle der Kunst für die Selbstbestimmung des einzelnen Menschen und ihren Zusammenhang mit wahrer politischer Freiheit herausgearbeitet. Dies geschah in kritischer Reflektion der französischen Revolution, deren politische Akteure ihn zum Ehrenbürger ernannt hatten.

    Welche Bedeutung die Kunst in allen weiteren geschichtlichen Veränderungen und Revolutionen gespielt hat oder hätte spielen können, wirft ein deutliches Licht und gibt Gedankenanstöße über Erfolg oder Scheitern. Beispiele wären u.a. die Bedeutung der Künste in den Anfangsjahren der russischen Revolution, verbunden mit den Namen Malewitsch, Majakowski oder Meyerhold.

    Widerstand und Ästhetik sind Kernthemen, unter denen Peter Weiss großer Roman über die Aneignung der Kultur durch die Unterdrückten und ihre Reflexion der Niederlage der Arbeiterbewegung sowie Exil und Emanzipation stehen. Es geht zum Beispiel unter Bezug auf das Floß der Medusa darum, »Versuche zu zeigen, den Untergang zu überleben« (Jost Hermand).

    Ein aufrüttelndes Verständnis von Kunst und Utopie hat auch die 60er Jahre in der Bundesrepublik geprägt in Literatur, Theater, Musik und der bildenden Kunst. Wichtig waren die Künste in all ihren Ausprägungen auch für die Verhältnisse und Veränderungen, die sich in der DDR vollzogen haben.

    In der Tagung wollen wir, in klärender Erinnerung, anknüpfend u.a. an genannte Beispiele, die Bedeutung der Künste für eine demokratische Entwicklung zu einer humanen und freien Gesellschaft herausarbeiten. Es geht um die Erkenntnis- und Veränderungspotentiale der Künste im gesellschaftspolitischen Prozess. Erinnerung und Reflexion sollen uns dazu bringen, heutige Potentiale und Entwicklungsmöglichkeiten gemeinsam zu diskutieren und zu entwerfen.

    Eine Veranstaltung aus der Reihe »Mehr Demokratie wagen« des Instituts für Bildung, Medien und Kunst in Lage Hörste.

         5.-7. September 2014
         Institut für Bildung, Medien und Kunst
         32791 Lage-Hörste
         Teutoburger-Wald-Straße 105

    Freitag, 5. September 2014

    Abend

    • Offener Meinungs- und Erfahrungsaustausch zum Thema »Warum ich hier bin und etwas tun will«
      Moderation: Heinrich Bleicher-Nagelsmann (Bereichsleiter Kunst und Kultur ver.di)

    Sonnabend, 6. September 2014

    Vormittags

    • »Von der Widerstandskraft der Künste für Freiheit und Demokratie«
      Von Leonardo bis Ai Weiwei – Thesen zur Schubkraft der Kunst
      Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit. Ebenso ist sie ihr eine Mutter!
      Referentin: Ulla Walter, Malerin
    • Literarische Botschaften der Revolution und des Widerstandes
      Referent: Imre Török, Vorsitzender des Schriftstellerverbandes VS in ver.di
    • »Freude schöner Götterfunken«
      Musik als Inspiration und Ausdruck für Veränderung
      Referent: Dr. Hubert Kolland, Musikwissenschaftler und Präsident des Landesmusikrates Berlin
    • »Theater als historischer Ursprung der Demokratie und Trainingsmodell für den aufrechten Gang freier Menschen«
      Referent: Jürgen Kautz, Theaterregisseur, ehrenamtlich tätig auf Bundes- und Landesebene
      in der Fachgruppe Theater und Bühnen

    Nachmittags

    • Die Künste im Veränderungsprozess für morgen…
      Diskussion mit Regine Möbius, Stefan Gretsch, Lorenz Mueller-Morenius und Jürgen Kautz
      Moderation: Heinrich Bleicher-Nagelsmann
    • »Was wollen wir tun?«
      Arbeitsgruppen zum Thema

    Sonntag, 7. September 2014

    Vormittags

    • Vorstellung der Arbeitsgruppenergebnisse
      und Verabredungen für weitere gemeinsame Projekte

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    Das Faltblatt zur Tagung mit Anmeldeformular sind als pdf-Datei hier eingestellt.
    Online-Anmeldung: http://www.bit.ly/knsttdfr