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    Freizeit ist unsere Arbeit

    Freizeit ist unsere Arbeit

    Freizeit ist unsere Arbeit – damit reagierten die Veranstalter der Demonstration am 19. Dezember 2020 in München auf die Nachlässigkeit, dass Kunst und Kultur bei Corona-Regeln und -Auflagen der Freizeit zugeschlagen werden und keine eigene Erwähnung finden.

    Die »Freizeitarbeiterinnen und -arbeiter« aus Kultur und Gastronomie machten auf dem Münchner Marienplatz mit Bannern, Flyern und Redebeiträgen auf die katastrophale wirtschaftliche Situation vieler Corona-Gebeutelter im neunten Monat der Pandemie aufmerksam.
    Und wie man sie auch langfristig mildern könnte, indem z.B. Superreiche für die Corona-Kosten zur Kasse gebeten werden – auch für Corona-Hilfen für Freischaffende und Selbstständige, die immer noch nicht ausreichen, so die Kritik.

    Der Fachbereich Medien und Kunst in ver.di Bayern forderte schnelle, unbürokratische Mindestabschlagszahlungen für alle Selbstständigen und zwar MINDESTENS 1.180 Euro monatlich – statt BIS ZU.

    • Selbstständig trotz(t) Corona

      Kunst + Kultur erhalten
      ALLE Kulturschaffenden + Selbstständigen absichern – Geringverdiener besonders schützen!

      Beschluss des Landesvorstands des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie in ver.di Bayern
      vom 15. Dezember 2020.

      ver.di setzt sich u.a. schwerpunktmäßig für den Gesundheitsschutz von Erwerbstätigen ein. In gesellschaftlichen Extremsituationen wie der Corona-Pandemie und in Katastrophen- und Krisenfällen sogar ganz besonders – und zwar für angestellte wie freischaffende Beschäftigte. Außerdem engagiert sich ver.di in der der Corona-Krise insbesondere für Beschäftigungs-, Auftrags - und Einkommenssicherung, etwa durch Kurzarbeitergeld und staatliche Hilfsprogramme.

      Behördliche Auflagen, z.B. aufgrund des Infektionsschutzgesetzes, schränken bspw. Zuschauerzahlen in Kulturbetrieben ein, oder Betriebe müssen deshalb komplett schließen. Das führt zu Arbeitsverboten und Auftrittseinschränkungen und damit Einnahmeverlusten. Deshalb sollten Gesundheits- und Existenzschutz verantwortlich miteinander abgewogen werden. Damit daraus eine nachhaltige Corona-Strategie entstehen kann.

      Denn Corona wird nicht so schnell vorbei sein. Außerdem sind vorbeugende, langfristige Konzepte sinnvoll, die die Erfahrungen aus der derzeitigen Krise berücksichtigen, sollte in Zukunft ein weiteres Virus ausbrechen.

      Solche Ansätze aber liegen nicht ausreichend vor. Derartige Krisen machen noch immer Reiche reicher und Arme ärmer, und es gibt nach wie vor keine staatlich garantierte menschenwürdige Absicherung.

      Deshalb fordert ver.di vor allem für prekär Erwerbstätige und der Fachbereich Medien und Kunst insbesondere für – geringverdienende – Selbstständige in der Corona-Krise: Folgende Punkte sind in den Bundes- und Landesprogrammen zu verankern!
      Es folgen elf Forderungen der ver.di, die in beigefügter pdf-Datei nachgelesen werden können.

      Fachbereich Medien, Kunst und Industrie Bayern freizeit-muc Freizeit ist unsere Arbeit

       

      Der Fachbereich Medien, Kunst und Industrie in ver.di Bayern unterstützt die Kundgebung von »Freizeit ist unsere Arbeit« am Sonnabend,
      19. Dezember 2020, um 16:00 Uhr auf dem Marienplatz in München.

      Weitere Informationen zur Demonstration:
      https://freizeit.noblogs.org/

    Die Pressemeldung ...

    Fachbereich Medien, Kunst und Industrie Bayern
    © ver.di

    ... der ver.di Bayern vom 15. Dezember 2020 – mit allen elf Forderungen – kann als pdf-Datei hier geladen werden: