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    »Auf die eigene Kraft vertrauen«

    »Auf die eigene Kraft vertrauen«

    Zum 100. Geburtstag von Leonhard Mahlein
    1968 bis 1983 Vorsitzender der IG Druck und Papier

    Fachbereich Medien, Kunst und Industrie der ver.di H. Frey Leonhard Mahlein  – 1981

    »Wir müssen als Gewerkschafter dazu beitragen, dass wieder eine öffentliche Grundsatzdebatte über Gesellschaftsfragen und über Machtstrukturen geführt wird«.

    Leonhard Mahlein wurde in Nürnberg am 4. April 1921 geboren – vor 100 Jahren. Es geht nicht nur um ein historisches Datum. Es lohnt sich, an die Arbeit eines Menschen, eines Gewerkschafters zu erinnern. Leonhard Mahlein hat zusammen mit Tausenden von Kolleginnen und Kollegen Geschichte geschrieben, Zeichen gesetzt, die nicht in einer Chronologie verstauben sollten.

    Während seiner Amtszeit als Vorsitzender der Industriegewerkschaft Druck und Papier hat eine »technische Revolution« stattgefunden: die Einführung des Computers in Büros und Redaktionsstuben. Im Verhältnis zu dem technischen Sprung, den wir heute erleben, mag der erstmalige Einsatz des »Rechnergesteuerten Satzsystems RTS« in der Druckindustrie als Schrittchen erscheinen. In Wirklichkeit ging es um Grundsatzfragen, waren die Folgen bedeutsam: zehntausende Arbeitsplätze gingen verloren, journalistisches Handwerk drohte zur Texterfassung degradiert zu werden. In dieser Gefahrensituation war die Gewerkschaft besonders gefordert: Es ging um die Erhaltung von Arbeitsplätzen, um die Sicherung beruflicher Qualifikation und die Verhinderung des Abbaus journalistischer Freiheit.

    Hermann Zoller

     

     

     


    Eine ausführliche Würdigung

    des Lebens und der Arbeit von »Loni« Mahlein, der von 1968 bis 1983 Vorsitzender der IG Druck und Papier war, von Hermann Zoller, ehemals Pressesprecher und Chefredakteur der IG Druck und Papier, kann auf den »NachDenkSeiten« gelesen werden.