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    Bauer verklagt VW: Gericht kündigt Urteil für 9. September an

    Bauer verklagt VW: Gericht kündigt Urteil für 9. September an

    Landgericht Detmold als erstes deutsches Gericht mit Klimaschutzklagen gegen Konzern mit absehbarem Spruch befasst - Präzedenzfall in Niederlanden gegen Shell

    Unter dem Titel "Bio-Bauer klagt gegen Autobauer" berichtet die Süddeutsche Zeitung von einem Prozess vor dem Landgericht Detmold, wo ein Landwirt den Autokonzern VW gerichtlich dazu zwingen will, keine Verbrennermotoren-Fahrzeuge mehr zu bauen. Für Deutschland sind solchen Klagen gegen Industriekonzerne Neuland, meint die SZ, verweist aber auf ein Präzendenzurteil aus Den Haag gegen Shell.

    Das Gericht sieht die Argumentation des Klägers, der von Greenpeace unterstützt wird, noch als zu dürftig an und hat die Gelegenheit gegeben, bis zu einem möglichen Urteil am 9. September 2022 weitere Schriftsätze einzureichen, berichtet Greenpeace.

    Weitere Artikel dazu in der taz, im Tagesspiegel und beim Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    "Parallel zum Prozess in Detmold sind Klagen von Greenpeace-Managern und -Aktivisten gegen VW in Braunschweig anhängig, die Deutsche Umwelthilfe verklagt zudem BMW, Mercedes und Wintershall Dea. Doch die Detmolder sind die schnellsten", schreibt der Tagesspiegel.

    "Seit dem Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts gelten solche Klagen nicht mehr als chancenlos", meint RND.

    VW erklärt laut taz dazu, "Klagen gegen 'einzelne herausgegriffene Unternehmen' seien angesichts der Komplexität des Klimaschutzes ungeeignet. Das Unternehmen glaubt nicht an einen Erfolg der Klage und will die Abweisung beantragen."