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    Seminare für Prüfer*innen gehen wieder los

    Seminare für Prüfer*innen gehen wieder los

    Nach Corona-Pause wieder Angebot für Ehrenamtliche und Interessierte

    Das Seminarangebot wendet sich an Prüferinnen und Prüfer, die als Arbeitnehmervertreter/innen in Prüfungsausschüsse der beruflichen Aus- und Weiterbildung der Fortbildung berufen wurden, selbstverständlich auch an stellvertretende Prüferinnen und Prüfer. Auch Kolleginnen und Kollegen, die Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit im beruflichen Prüfungswesen haben, sind eingeladen, an den Seminaren teilzunehmen.

    Zur Plattform "Prüf mit": [Link]

    Mehr Aufmerksamkeit für die ehrenamtlichen Prüfer*innen in der dualen Berufsausbildung wünscht sich Roman Jaich vom Team „prüf-mit“ der ver.di-Bildungspolitik. Die Prüfungsausschüsse sind zu je einem Drittel mit Berufsschullehrer*-innen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter*innen besetzt. Durch die Novelle des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) hat sich seit Januar 2020 einiges geändert für die Prüfer*innen und ihre entsendenden Institutionen.

    Für Jaich ist die gewerkschaftliche Mitwirkung in der Berufsausbildung ein wesentliches Element der Mitbestimmung. Die Kandidat*innen für die Prüfungsausschüsse schlagen die Einzelgewerkschaften vor, die Bezirke des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) reichen die Namen an die regionalen Industrie- und Handelskammern weiter. Seit der Novelle des BBiG müssen die Prüfenden vom Betrieb freigestellt werden. „Das wird den Generationswechsel ein Stück weit erleichtern“, heißt es in der „BBiG: Handlungshilfe für Interessenvertreter*innen“, von der ver.di-Bildungspolitik Mitte Mai herausgegeben. Darin werden die wichtigsten Neuregelungen für Auszubildende, Prüfungsausschüsse und Fortbildung zusammengefasst und kommentiert.

    Zum Artikel in "M - Menschen Machen Medien": [Link]

    Zur "BBiG: Handlungshilfe für Interessenvertreter*innen": [Link]

    Die Modernisierung des Prüfungswesens ist ein Aspekt der 2018 vom Bundestag eingesetzten Enquête-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“. Die Leiterin der ver.di-Bildungspolitik, Uta Kupfer, stellte dort im April die Gewerkschaftspositionen vor. Sie forderte, die Abschlussprüfung zu einer „Kompetenzprüfung“ umzugestalten, anstatt das gesamte gelernte Wissen auf einen Schlag abzufragen.

    Zur ver.di Stellungnahme zur Enquete-Kommission: "Modernisierung des Prüfungswesens": [Link]

    Eine umstrittene Neuerung im BBiG ist die Einsetzung von Prüferdelegationen. Diese können die Prüfungen ohne Rückkopplung zu den eigentlichen Ausschüssen abnehmen. Clive Hewlett, ehrenamtlich tätig in der ver.di-AG „Prüferhandbuch“, schrieb dazu schon 2019 in „denk-doch-mal.de“, dem Online-Magazin von ver.di und IG Metall, dass der Gesetzentwurf eine „Rechtsverschlechterung“ bedeute. Damit könnte eine angebliche Entlastung der Ausschüsse in Wirklichkeit deren Entmachtung bewirken, wird in der ver.di-„Handlungshilfe“ (siehe Link weiter oben) als Risiko dargestellt. 

    Zur Ausgabe von "denk-doch-mal" zum Prüfungswesen: [Link]

    Weitere Infos:

    Zum Prüferportal des Bundesinstituts für Berufliche Bildung (BIBB): [Link
    Zum Bundesinstitut für Bildung und Forschung: Novellierung des Berufsbildungsgesetzes: [Link

    Susanne Stracke-Neumann