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    EU-Kommission schlägt neue Statistiken für Erreichen der Klimaziele …

    EU-Kommission schlägt neue Statistiken für Erreichen der Klimaziele vor

    Monitoring soll drei neue Kategorien dazubekommen: Ökosysteme, Wälder und Umweltsubventionen

    Die EU-Kommission schlägt neue Statistiken vor, die den von der Natur erbrachten Nutzen abbilden – ähnlich wie es etwa im makroökonomischen Bereich üblich ist, mit Statistiken wie dem BIP. Die sogenannte Europäische Umweltgesamtrechnung (die Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, privaten Haushalten und Umwelt beschreibt und Grundlage ist für das Monitoring von Klima-, Umwelt- und Nachhaltigkeitszielen) soll drei neue Kategorien dazubekommen: Ökosysteme, Wälder und Umweltsubventionen. Mit diesem Vorschlag zeigt die Europäische Union weiterhin ihr Engagement für die Entwicklung und Umsetzung dieser Umweltstatistiken, in denen sie weltweit führend ist.

    Die Mitgliedstaaten sollen Statistiken über die Größe der Ökosysteme, ihren Zustand und den Nutzen für Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger erstellen. Konkret können das zum Beispiel Daten über die Kohlenstoffbindung und -speicherung, die Bestäubung, die Holzversorgung und den Tourismus sein. Die Daten könnten z. B. genutzt werden, um Fortschritte der Mitgliedstaaten bei der Erreichung der Ziele zu messen, die die Kommission am 22. Juni 2022 zur Wiederherstellung der Natur vorgeschlagen hat. Dieser Vorschlag vom Juni 2022 ist ein Schlüsselelement der EU-Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt

    Waldbewirtschaftung und Holzindustrie

    Zusätzlich zu den Ökosystemrechnungen schlägt die Kommission auch neue europäische Umweltökonomische Gesamtrechnungen für Wälder und Umweltsubventionen vor. Waldkonten messen speziell die Waldfläche und ihren verfügbaren Anteil für die Holzgewinnung. Diese Daten können zur Überwachung der Waldbewirtschaftung und der Holzindustrie verwendet werden. Die Statistiken über Umweltsubventionen beziehen sich auf die Unterstützung durch die Mitgliedstaaten zur Förderung einer umweltfreundlicheren Wirtschaft. Sie identifizieren und quantifizieren nationale steuerpolitische Maßnahmen und Nicht-EU-Mittel, die den Europäischen Grünen Deal unterstützen.

    Die neuen Statistiken eignen sich für kombinierte Indikatoren, Quoten, Anteile usw.  Die Initiative ist Teil der EU-Umsetzung des globalen statistischen Standards „System of Environmental-Economic Accounting“ (SEEA Ecosystem Accounting), der im März 2021 von den Vereinten Nationen angenommen wurde.

    Der Vorschlag wird in Kürze hier zur Verfügung stehen.