Nachrichten

    Solo-Selbstständige in Corona-Not

    Solo-Selbstständige in Corona-Not

    Zur Situation von Solo-Selbstständigen und Künstlerinnen/Künstlern:
    ver.di Hamburg im Gespräch mit MdB Fabio De Masi (Die Linke)

    Fachbereich Medien, Kunst und Industrie Hamburg Stephan Yogi Jockusch Fabio de Masi im DGB Haus  – Austausch mit ver.di Hamburg

    Hamburg, 25. September 2020. Notlagen und aktuelle Probleme von Solo-Selbstständigen, Kreativen und Kulturschaffenden kennt Fabio De Masi auch aus seinem persönlichen Umfeld, berichtet der Politiker (Die Linke) bei einem Austausch mit ver.di im DGB Haus. Er hatte als Reaktion auf einen Offenen Brief von ver.di an alle Hamburger Bundestagsabgeordneten einen persönlichen Austausch vorgeschlagen. Daran nahmen ver.di Aktive aus verschiedenen Sparten der Solo-Selbstständigen und die Stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin Sandra Goldschmidt teil.

    An konkreten Beispielen schilderten die ver.di-Vertreterinnen und -Vertreter die zunehmend prekäre Situation von Solo-Selbstständigen. Trotz erster Lockerungen seien massive Einschränkungen für Arbeits- und Auftrittsmöglichkeiten bis weit in das Jahr 2021 spürbar. Nach Auslaufen der Hamburger Hilfsprogramme sowie der gesetzlichen Sonderregelungen aus den Sozialschutzpaketen zeichnet sich eine massive Zuspitzung der sozialen und wirtschaftlichen Notlage ab. Eine Korrektur der Bundeshilfen sowie die Fortführung von sozialen Schutzregelungen ist dringend nötig, betonte ver.di.

    Grundsicherung – Hartz IV – sei der falsche Ansatz, um die Notlage der Solo-Selbstständigen angemessen zu beantworten, waren sich De Masi und ver.di einig. Die zuletzt eingerichtete Überbrückungshilfe der Bundesregierung zeige nicht die gewünschten Effekte und muss dringend nachjustiert werden, sagte De Masi.

    Aufgenommen hat der Politiker das Anliegen von ver.di, Betroffene vor Rückzahlungsforderungen wegen fehlender Betriebskosten zu schützen. De Masi begrüßte die Planungen von ver.di, weiter Öffentlichkeit für die Situation der Betroffenen herzustellen und Druck auf politische Entscheider aufzubauen. Der Austausch soll auch zur Umsetzung des Bundesprogramm Neustart Kultur sowie auf lokaler Ebene fortgesetzt werden.