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    Geodaten demokratisieren

    Geodaten demokratisieren

    Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG): Geographische Informationen verständlich für alle

    Das Interesse an Geodaten aller Art wächst stetig, sei es in Form von Verkehrsdaten, Straßenkarten, Luftmessungen oder Tierzählungen. Häufig werden diese Daten von Freiwilligen erfasst und zur Verfügung gestellt. Am Softwaretechnik-Institut paluno der Universität Duisburg-Essen (UDE) wird jetzt untersucht, wie diese öffentlich zugänglichen Daten ausgewertet und in verständlicher Form an die Allgemeinheit zurückgegeben – also demokratisiert – werden können. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über drei Jahre mit 271.700 Euro gefördert.

    Schwerpunkt des Vorhabens ist es, selbsterklärende Darstellungen für geografische Daten zu erforschen. Hierzu will die Arbeitsgruppe von Professor Dr. Fabian Beck Verfahren entwickeln, die aus den Daten automatisiert interaktive Berichte erzeugen. Diese sollen verständliche visuelle Darstellungen sowie sprachliche Erläuterungen der Daten enthalten. Während eine Karte beispielsweise aktuelle Umweltdaten einer Stadt zeigt, weisen die beigefügten Texte auf ungewöhnliche Messwerte hin und erklären die Darstellung. Zudem sollen die Berichte von den Nutzern selbst interaktiv verfeinert und personalisiert werden können.

    „Die öffentliche Verfügbarkeit von Daten ist der erste Schritt zur Demokratisierung von Daten“, erklärt Prof. Dr. Fabian Beck. „Doch eine echte Demokratisierung erreicht man erst, wenn die Daten für jedermann verständlich sind.“

    Das Projekt mit dem Titel „vgiReports: Accessible Reporting of Spatiotemporal Geographic Information Leveraging Generated Text and Visualization“ ist eingebettet in das DFG-Schwerpunktprogramm „Volunteered Geographic Information“.

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