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    Neue Medien, neue Herausforderungen

    Neue Medien, neue Herausforderungen

    Der Journalismus
    in einer sich verändernden Medienlandschaft

         Medienpolitische Tagung
         19. bis 21. Oktober 2012

         Institut für Bildung, Medien und Kunst in Lage-Hörste

    Als »vierte Gewalt« im Staat soll der Journalismus unserer Demokratie dienen und sie sichern. Die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten ist dabei von höchstem gesellschaftlichem Wert.

    Doch Theorie und Praxis fallen immer weiter auseinander. Der zunehmende ökonomische Druck in allen Mediengattungen und das Auftreten neuer Medienplayer führen zu spürbaren Veränderungen für das journalistische Arbeiten. Wenn der Journalismus aber auch in Zukunft seine dienende Funktion erfüllen soll, müssen wir diesen Wandel aktiv gestalten.

    Die Tagung bietet deshalb Einblicke in die aktuellen Entwicklungen und Debatten: Wer sind die neuen Medienplayer? Wie können Journalisten auch in Zukunft von ihrer Arbeit leben? Was soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Internet dürfen? Diese und andere Fragen sollen gemeinsam erörtert und beantwortet werden.

    • Einführungsvortrag

      Global Player – wer gestaltet den digitalen Wandel?

      Das Internet hat nicht nur einen neuen Verbreitungsweg für Medieninhalte geschaffen, sondern auch neue Player auf den Plan treten lassen. Weltumspannende Konzerne wie Google, Facebook oder Apple sind heute nicht mehr wegzudenken. Welche Auswirkungen hat das und wohin steuert die Medienlandschaft?

      Stephan Kolbe
      Koordinator für Medienpolitik beim ver.di-Bundesvorstand

    • Vorträge

      Leistungsschutz- und Urheberrechte –
      wie Journalisten von ihrer Arbeit leben können

      Von seiner geistigen Arbeit leben können – dieser Grundsatz ist im Internetzeitalter ins Wanken geraten. Die Fronten verlaufen zwischen den Befürwortern der Sicherung und Weiterentwicklung von Urheberrechten und den Fürsprechern für „grenzenlose Freiheit“ im Netz. Doch welches Urheberrecht brauchen Kreative?

      Wolfgang Schimmel
      Rechtsanwalt


      »BILD und Wulff – ziemlich beste Partner. Fallstudie
      über eine einseitig aufgelöste Geschäftsbeziehung«

      Die »Causa Wulff« ist ein Paradebeispiel für die Verquickungen und Abhängigkeiten zwischen Politik und Medien. War die BILDZeitung jahrelang Förderer von Christian Wulff, trug sie später mit zu seinem Fall bei. Preisverleihung und Lob für die BILD – wie steht es um den deutschen Journalismus? Wie arbeitet die BILD? Und wo verlaufen die Grenzen zwischen »guter« und »schlechter« Berichterstattung?

      Dr. Hans-Jürgen Arlt
      Gastprofessor für strategische Organisationskommunikation, Universität der Künste Berlin


      Spenden, Stiftungen, Steuersätze –
      Formen der zukünftigen Finanzierung des Journalismus

      Die Auflage von Presseprodukten geht stetig zurück, Anzeigen erlöse sinken, nur wenigen Titeln gelingt die Refinanzierung im Internet. Es ist also Zeit, alternative oder ergänzende Finanzierungsmodelle für den Journalismus zu diskutieren. Doch welche sind sinnvoll, welche nicht?

      Marc Jan Eumann
      Vorsitzender der SPD-Medienkommission

    • Workshops

      Qualität hat ihren Preis –
      Arbeitsbedingungen für einen guten Journalismus

      Outsourcing, Leiharbeit, Gemeinschaftsredaktionen, bi- oder trimediales Arbeiten – der ökonomische Druck in der Medienbranche und die konvergente Medienentwicklung machen sich auch bei der Arbeit in den Redaktionen bemerkbar. Welche Arbeitsbedingungen aber braucht guter Journalismus?

      Martin Dieckmann
      ver.di-Landesfachbereichsleiter Nord, FB Medien, Kunst und Industrie

      Kunst kommt von Können –
      Ansprüche an eine journalistische Aus- und Weiterbildung

      Journalist ist kein Beruf wie jeder andere. Zwar besteht er aus erlernbarem Handwerk, er dient aber auch einer gesellschaftlichen Aufgabe: der Förderung der Demokratie. Welche Ansprüche sind deshalb an den Journalistenberuf zu stellen? Was müssen Aus- und Weiterbildung gewährleisten?

      Prof. Dr. Barbara Thomaß
      Professorin für Mediensysteme im internationalen Vergleich, Ruhr-Universität Bochum

      Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus?!
      Der Konflikt zwischen öffentlich-rechtlichen und privat-kommerziellen Medien

      Laut Rundfunkstaatsvertrag gilt der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auch im Internet, zugleich aber sind ihm presseähnliche Angebote verboten. Intendanten und Verleger streiten deshalb über das Ausmaß öffentlich-rechtlicher Angebote im Internet. Wem gehört also das Netz? Und wie viel Online darf’s denn sein?

      Horst Röper
      Formatt-Institut Dortmund

    • Zusammenfassung

      Denkanstöße und Schlussfolgerungen –
      eine Vision für die Zukunft

      Ulrich Janßen
      dju-Vorsitzender

    Ablauf und alle Informationen in der hier eingestellten pdf-Datei des Programms.